Teil der Diplomarbeit "Kontextualisierungskonventionen im Internet Relay Chat" (Originalfassung, Stand 2003) von Alexandra Schepelmann

Vorgehensweise

Voriges Kapitel Nächstes Kapitel

Die Vorgehensweise im empirischen Teil der vorliegenden Arbeit basiert auf zwei einander ergänzenden Herangehensweisen. Einerseits wurden auf Basis der Literatur zur Kontextualisierungsforschung wichtige Kontextualisierungshinweise aus der Face-to-Face-Kommunikation identifiziert und versucht, Stellenwert und Funktionsweise derselben Phänomene im Datenmaterial ausfindig zu machen. Andererseits wurde das Datenmaterial selbst in mehreren Durchgängen auf mögliche Kontextualisierungskonventionen untersucht und versucht, die Ergebnisse zu bekannten Erkenntnissen aus der Literatur in Beziehung zu setzen.

Die vorliegende Arbeit erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wie Schegloff (1992) in Bezug auf die linguistische Untersuchung von Kontextfaktoren anmerkt, muss der ausgewählte Aspekt, um eine Einbeziehung in eine wissenschaftliche Analyse zu rechtfertigen, für die Teilnehmer an der Interaktion relevant sein. Mit Sicherheit gibt es noch zahlreiche Kontextualisierungskonventionen in der untersuchten Chatgemeinschaft, die in der vorliegenden Analyse nicht einbezogen sind. Allerdings ist zu bedenken, dass den Interaktanten der Chat-Protokolle im Prinzip keine anderen Möglichkeiten zur Verfügung stehen als einer Untersuchenden – somit ist zu hoffen, dass auch umgekehrt jene Phänomene, die von letzterer als besonders auffällig klassifiziert wurden, auch von den Teilnehmern selbst als relevant wahrgenommen werden.


 Zum Anfang dieser Seite Nächstes Kapitel

© Alexandra Schepelmann 2002-2003

Teil der Diplomarbeit "Kontextualisierungskonventionen im Internet Relay Chat" (Originalfassung, Stand 2003) von Alexandra Schepelmann